FAUNAC North America Colloquium

Sex in the City
...und anderswo




Dienstag, 3. Mai 2005, 19:00 Uhr
Deutsch-Amerikanisches Institut
Gleißbühlstr. 13, Nürnberg

  • Ulrich Krüger, Senior Redakteur, Internationale Serie and Animation, ProSieben Fernseh GmbH:
    Sex, Verzweiflung, Quotendruck – Internationale Serien auf ProSieben

 

Montag, 9. Mai 2005, 19:00 Uhr
Deutsch-Amerikanisches Institut
Gleißbühlstr. 13, Nürnberg

  • Gabriele Dietze, Humboldt Universität zu Berlin:
    American TV Beauty - Dead and Alive: Von kosmetischer Chirurgie in 'Nip/Tuck' zur schönen Leiche in 'Six Feet Under'
    Der Vortrag geht der amerikanischen Obsession mit dem 'schönen Körper' nach. In den behandelten Beispielen erscheint der Körper als Artefakt und Konstruktion. Die Chirurgie gegen das Altern und den Tod einerseits und die Praxis der Einbalsamierung nach dem Tod andererseits besetzen den gleichen Diskursraum und geben Aufschluss über sich verändernde Körperbilder und Geschlechterrollen.

 

Montag, 23. Mai 2005, 19:00 Uhr
KH 1.011, Senatssaal im Kollegienhaus
Universitätsstr. 15, Erlangen

  • Katja Kanzler, Universität Leipzig:
    From Orion Slave Girls to Fully Functional Androids: Sex in Star Trek
    Since its very beginnings, Science Fiction has imagined outer space as a space of erotic promise. The multimedia franchise Star Trek – arguably the most popular and most comprehensive Science Fiction narrative out there – has repeatedly used erotic constellations – plots of desire, seduction, romance – to narrate encounters with the alien Other. This talk will probe into the wide range of erotic encounters Star Trek has presented, involving the notorious Captain Kirk as well as the protagonists of the more recent spin-offs, to explore the gender politics of 'sex in outer space.'

 

Donnerstag, 9. Juni 2005, 19:00 Uhr
Deutsch-Amerikanisches Institut
Gleißbühlstr. 13, Nürnberg

  • Vanessa Künnemann, Universität Hannover:
    Sex and the City zwischen puritanischem Erbe und Provokation. Eine amerikanische Serie im Spannungsfeld von Pornografie, sexuellem Diskurs, Zensur und Prüderie
    In vielen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens der USA ist zunehmend die Rede von einer "divided nation", einer tief in sich gespaltenen Nation voller (ideologischer) Gegensätze. Diese Spaltung und Kontroversen treffen auch – oder insbesondere – auf das Thema Sexualität und deren Repräsentation in der Populärkultur zu. Kann eine Serie wie Sex and the City als Abkehr vom Puritanismus gelesen werden, dessen Ideengut seit der Geburt der Nation das Land durchzogen hat? Wie ist die Serie zu bewerten in einem Spannungsfeld von Pressezensur und antipornografischer Gesetzgebung auf der einen Seite und verfassungsmäßiger Meinungsfreiheit und einer zunehmend selbstbewussten Medienrepräsentation der weiblichen Heldin auf der anderen Seite? Der Vortrag soll diesen und anderen Fragen nachgehen und damit das Phänomen Sex and the City in den sozio-kulturellen Diskurs der USA einordnen.

 

Montag, 13. Juni 2005, 19:00 Uhr
Deutsch-Amerikanisches Institut
Gleißbühlstr. 13, Nürnberg

  • Alexandra Ganser, Universität Erlangen-Nürnberg:
    Good Girls Go to Heaven, Bad Girls Go Everywhere Else!? Mutter und Töchter in amerikanischen Road Movies
    Im klassischen amerikanischen Road Movie findet man typischerweise männliche (Anti-)Helden auf gemeinsamer "Suche nach Amerika" oder ein Liebespaar auf der Flucht vor dem Gesetz. Mit Ausnahme von Thelma und Louise sind uns Frauen on the road weniger bekannt und weniger geheuer, wenn sie nicht von Münnern beschützt werden. Die Filme Manny and Lo (Lisa Krueger, 1996) und Anywhere but Here (Wayne Wang, 1999) zeigen dem gegenüber, wie Frauen als Mütter und Töchter die gemeinsame Reise nützen können, um eine Beziehung neu zu verhandeln, die von Freud als rivalisierend und neidvoll definiert wurde. Tatsächlich streiten die verschiedenen Mütter in den beiden Filmen - werdende Mütter, adoptierte Mütter, gute Mütter und Rabenmütter - ausgiebig mit ihren Töchtern: Im Auto, im Café an der Straße, an der Tankstelle, überall werden ihre widerstreitenden Sichtweisen des Lebens und des Frauseins zum Ausdruck gebracht. Dennoch bietet ihnen das gemeinsame Unterwegssein einen dynamischen Raum, der die Mütter ebenso wie die Töchter lehrt, im Konflikt zu verstehen, mit Leidenschaft zu leben und einander mit Liebe und Respekt zu begegnen.

 

Montag, 27. Juni 2005, 19:00 Uhr
KH 1.011, Senatssaal im Kollegienhaus
Universitätsstr. 15, Erlangen

  • Sabine Sielke, Universität Bonn:
    Let's Talk about Sexual Violence!
    Überlegungen zu einer unsäglichen Allianz

    In der amerikanischen Kultur sind Bilder von Sexualität und sexueller Gewalt oftmals eng miteinander verknüpft. Mehr noch, die Repräsentation von Körperlichkeit ist vielerorts auf Darstellungen von (sexueller) Gewalt beschränkt. Gleichzeitig werden ganz bestimmte, z. B. schwarze Körper als "hypersexualisiert" projiziert und Akte sexueller Gewalt vor allem bestimmten ethnisch "markanten" Gruppen zugeschrieben.
    Der Vortrag wird anhand verschiedener Beispiele aus Literatur, Film und Musik - von Gone with the Wind bis Gangsta Rap - beleuchten, wie Bilder von Sex und Gewalt nicht nur höchst ambivalente Vorstellungen von und Einstellungen zu Sexualität schaffen, sondern stets auch historisch bedingt sind und multiple kulturelle und politische Effekte zeitigen.

 

Montag, 11. Juli 2005, 19:00 Uhr
Deutsch-Amerikanisches Institut
Gleißbühlstr. 13, Nürnberg

  • Zoe Antonia Kusmierz, Universität Leipzig:
    Carries in Wonderland: Konsum, Raum und Gender von Carrie Meeber bis Carrie Bradshaw
    In Darstellungen des zwanzigsten Jahrhunderts hat Konsum meist weibliche Gestalt. In unzähligen Texten durchwandeln weibliche Protagonisten Konsumräume und erliegen dem Rausch der Waren und dem Genuss in vermeintlicher Passivität und unbequemen Schuhen. Längst aber sind die Kategorien der Konsumkultur durchlässiger geworden und die früher Verführten werden selbst zu Verführern in der Stadt als Laufsteg.