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Konfliktive Geschichte

Die Erinnerung an Diktaturen und Bürgerkriege in Lateinamerika



Ein interdisziplinäres Kolloquium mit Fotoausstellung und lateinamerikanischer Musik

Nürnberg, 7.-9. Februar 2002
Ort: Rathaus der Stadt Nürnberg
Großer Sitzungssaal, Fünferplatz 2

Organisation:


Zentralinstitut für Regionalforschung, Sektion Lateinamerika
Lehrstuhl Auslandswissenschaft/Romanischsprachige Kulturen, Universität Erlangen-Nürnberg
in Verbindung mit dem Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg

Förderung: Zukunftstiftung der Sparkasse Nürnberg

Kontakt/Auskunft:
Dr. Petra Bendel/Dr. Thomas Fischer
Zentralinstitut für Regionalforschung/
Lehrstuhl Auslandswissenschaft/Romanischsprachige Kulturen


Universität Erlangen-Nürnberg
Kochstr. 4, 91054 Erlangen
Tel: 09131-852 23 68
pabendel@phil.uni-erlangen.de
thomas.fischer@wiso.uni-erlangen.de

Einen PDF: Bericht zur Tagung können Sie unter diesem Link lesen.


Tagungsprogramm


Donnerstag, den 7. Februar
14.00 Uhr Eröffnung der Tagung


Begrüßung durch

  • Frau Helene Jungkunz, Bürgermeisterin der Stadt Nürnberg und
  • Prof. Dr. Gotthard Jasper, Rektor der Universität Erlangen-Nürnberg

Einführung in das Thema

  • Dr. Petra Bendel, Geschäftsführerin des Zentralinstituts für Regionalforschung, Universität Erlangen-Nürnberg
    Zur Bedeutung der Aufarbeitung von Menschenrechtsverbrechen für die demokratischen Regime der Gegenwart
  • Dr. Thomas Fischer, Auslandswissenschaft/Romanischsprachige Kulturen, Universität Erlangen-Nürnberg)
    Formen der Erinnerung an Bürgerkriege und Diktaturen in Lateinamerika


16.00 Uhr

Kaffeepause



16.30 Uhr

Block I: Synchrone und diachrone Ansätze der Erforschung von symbolisch-kultureller Vergangenheitsaufarbeitung

  • Prof. Dr. Michael Riekenberg, Vergleichende Geschichte, Universität Leipzig
    Gewalterinnerungen in Lateinamerika – einige Betrachtungen
  • PD Dr. Mark Arenhövel, Gesellschaftswissenschaften, Universität Gießen
    Tendenzen der Erinnerung an Diktatur und Bürgerkrieg in Lateinamerika – eine international vergleichende Perspektive
  • Diskussion


18:00 Uhr

  • Abendessen


Freitag, den 8. Februar
9:00 Uhr

Block II: Diskursive Aufarbeitung der Vergangenheit

  • Prof. Silvia Tabachnik, Directora Master en Sociosemiótica – Estudios Avanzados, Universidad Nacional de Córdoba
    El trabajo de los medios en las (re)presentaciones del pasado dictatorial en Argentina/Die Arbeit der Massenmedien in den (Re-)Präsentationen der diktatorischen Vergangenheit Argentiniens
  • PD Dr. Roland Spiller, Romanische Philologie, Universität Erlangen-Nürnberg
    „Memoria abierta“: Trauern, Erinnern, Vergessen in der argentinischen Literatur nach der Diktatur


10.30 Uhr

Kaffeepause



11:00 Uhr

  • Prof. Dr. Héctor Lindo-Fuentes, Fordham University, NY
    Escribiendo la historia después de la guerra civil en El Salvador/Die Geschichte schreiben nach dem salvadorianischen Bürgerkrieg
  • Verena Radkau-García, Georg-Eckert Institut für Internationale Schulbuchforschung, Braunschweig
    Ko-Referat zu Héctor Lindo-Fuentes
  • Ingeborg Nickel, M.A., Romanische Philologie, Universität Erlangen-Nürnberg
    Die 68er Krise in der mexikanischen Literatur
  • Diskussion


13:00 Uhr

Mittagspause



14:30 Uhr

Block III: Dokumentation und Erinnerungsarbeit durch die Zivilgesellschaft und nationale Antworten

  • Roberta Baċic, Nürnberg
    Die transnationalen Netzwerke des internationalen Terrorismus
  • Lic. Claudia Rojas Mira, M.A., Chile
    Las iniciativas de base de conmemoración de la dictadura en Chile/Basisbewegungen zur Erinnerung an die chilenische Diktatur


16:30 Uhr

Kaffeepause



17:00 Uhr

  • Ruth Fuchs, Politikwissenschaft, Universität Hamburg
    Politik mit der Erinnerung: zur öffentlichen Auseinandersetzung um Gedächtnisorte der Diktatur in Argentinien
  • Dr. Thomas Fischer, Auslandswissenschaft, Universität Erlangen-Nürnberg
    Konkurrierende „Wahrheiten“ – Chile und Argentinien im Vergleich
  • Dr. Klaas Dykmann, Geschichte, Universität Hamburg
    Die Rolle der Organisation Amerikanischer Staaten bei der Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen
  • Diskussion


19:00 Uhr

  • Abendessen


Samstag, den 9. Februar
9:00 Uhr

Block IV: Externe Geschichtsbilder und deren Rückwirkungen

  • Dr. Rainer Huhle, Jugendzentrum für kulturelle und politische Bildung der Stadt Nürnberg
    „Wir brauchen unser eigenes Nürnberg ...“ Der Nürnberger Prozess als Bezugspunkt für die Aufarbeitung der Vergangenheit in Lateinamerika
  • Prof. Dr. Detlef Nolte, Stellvertretender Direktor, Institut für Iberoamerika-Kunde, Hamburg und Professor an der Universität Hamburg
    Das Bild der Menschenrechtsverbrechen in Europa und die Rückwirkung auf die Cono Sur-Länder


10:30 Uhr

Kaffeepause



11:00 Uhr

Block V: Fälle von verhinderter oder erschwerter Erinnerung

  • Prof. Dr. Gonzalo Sánchez, Director del Instituto de Estudios Políticos y Relaciones Internacionales, Universidad Nacional de Bogotá
    Guerra, Memoria e Historia: el caso de Colombia/Krieg, Erinnerung und Geschichte – der Fall Kolumbien
  • Dr. Ulrich Goedeking, Soziologie, Berlin
    Unbequeme Wahrheiten. Über den Umgang mit 20 Jahren Geschichte nach dem Ende der Ära Fujimori
  • Dr. Wolfgang Binder, Amerikanistik, Universität Erlangen-Nürnberg
    „Cuba on my mind“ – kubanische Exilliteratur 1980 - 2000


13:00 Uhr

Imbiss



13:30 Uhr

Mesa Redonda



13:30 Uhr

  • Abschlussworte und Ausklang

    im Anschluss: Besichtigung des Nürnberger Reichsparteitaggeländes und des Dokumentationszentrums

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